Künstler und zeitgenossen von

Heinz-Peter Kohler hpk

Auf dieser Seite äussern sich verschiedene Persönlichkeiten über hpk und sein Schaffen und wie sie ihn kennengelernt haben.  


 

Heinz-Peter Kohlers wirkende Wirklichkeiten

Gedanken von Ruedy Schwyn.

1967 sah ich in der damals schweizweit bekannten Galerie 57 in Biel als 17-jähriger erstmals Werke von Heinz Peter Kohler. Der Zeichnungslehrer vom Seminar Muristalden hatte uns am Tag zuvor Magritte’s gemalte Pfeife mit dem Titel „ceci n’est pas une pipe“ vorgestellt und erklärte uns: „Das ist der wahrste, treffendste, ehrlichste Werktitel, denn durch offenes, waches Malen, Zeichnen, und plastisches Gestalten von realen Motiven werden andere Wirklichkeiten der Wirklichkeit sichtbar“.

Genau diese vielfältigen Wirkungen der durch Heinz Peter Kohler aquarellisierten Wirklichkeiten packten mich am Tag darauf in der Galerie 57, denn sie öffneten meinen Augen die Vielschichtigkeit und Komplexität seiner Motive. Dies erreicht er unter Anderem, in dem er widersprüchliche Phänomene unseres Universums wie Licht und Dunkelheit, Grobheit und Feinheit, Lärm und Stille, Distanz und Nähe nie wertend, sondern in ihrer eigenen schöpferischen Qualität umsetzt.
Seine hohe Fähigkeit beim Malen alle Wahrnehmungsaspekte von Körper, Seele und Geist beim Umsetzen mit Wasser, Pinsel, Farbton und Farbstofflichkeit mitwirken zu lassen gibt seinen Werken eine hohe, lebendige Qualität, die den Betrachter nicht mit „Moderne“- oder „Zeitgeist“-Begriffen eingrenzen. Seine Werke wachsen gemeinsam mit den Betrachtenden zeitlos weiter. 

 

 

 

Markus Raetz

Der am 14. April 2020 verstorbene Künstler Markus Raetz war ein Freund von Heinz-Peter Kohler. Über die Jahre hatten sie immer wieder regen Kontakt und sich gegenseitig auch Werke abgekauft. Dieser Brief war einer der letzten Kontakte zwischen den beiden Kunstschaffenden, der angedeutete Besuch und Ankauf von weiteren Bildern hat leider nicht mehr stattfinden können. 

Im Bieler Tagblatt vom 16. April 2020 hat Christoph Heim eine würdige Danksagung über Markus Raetz geschrieben.